WiM Thing-Bier - 2015

16.08.2015

Eigens für die WiM gebraut: Thing Bier!
 „Von befreundeten Brauern am Deister wird das Thing Bier für die WiM gemäß jahrhundertealter Brautradition gebraut: eine naturbelassene, hefetrübe und unfiltrierte Bierspezialität.
Mit seiner bernsteinartigen Farbe und dem ausgewogen milden Geschmack entspricht es den Erwartungen an ein Bier, gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot. 
Erfrischend bei einem langen WiM -Tag und auch danach.“ Ihr Diplom-Braumeister Uwe Nordhausen

(WiM-Bier im Ausschank auf der Gewerbeschau. Und als 3 Ltr Magnum oder als 0,5 Ltr in Holz-Flaschenträgern /-Kisten über den Gewerbeverein.)

        

Gewerbeschau „Wim“ auf historischem Grund!

Archäologische Grabungen in 2014 belegen, dass sich vor ca. 1800 Jahren auf dem Areal des Gewerbegebietes Lemke Germanen niedergelassen haben.
Schriftliche Dokumentationen über das Tun und Treiben der alten Germanen liegen nicht vor. Um zu erfahren, wie sie es z.B. mit dem Bier hielten, sind wir auf Zeitzeugenberichte angewiesen.

Der römische Geschichtsschreiber Tacitus hielt sich gerne bei den nordischen Völkern auf.
Er schrieb, dass deren eheliche Treue ihn am meisten beeindruckte. Aber in Erstaunen versetzten ihn immer wieder die germanischen Trinkgepflogenheiten.
Er berichtet in seiner „Germania“,  dass die alten Deutschen beständig riesige Trinkhörner in den Fäusten hielten, auf Bärenfellen lagen und Honigmet und Bier tranken und meinte, sie könnten wohl Hunger und Kälte ertragen, aber nicht den Durst!

            

Aufnahme: WIKIPEDIA-Rekonstruierter Thingplatz in Gulde bei Stoltebüll, Schlesweig-Holstein

Auszüge - Quelle: WIKIPEDIA, Die freie Enzyklopädie:
Tacitus beschreibt in seiner Germania (De origine et situ Germanorum) den Ablauf eines Things.
Demnach wurden am ersten Tag der Zusammenkunft unter starkem Alkoholkonsum wichtige politische, aber auch militärische Dinge besprochen.
Beschlüsse wurden dagegen erst am nächsten Tag in nüchternem Zustand gefasst.
Dieses Vorgehen hatte Tacitus zufolge den Vorteil, dass am ersten Tag die Teilnehmer leichter mit „freier Zunge“ redeten.

Als Thing oder Ding (altnordisch und neuisländisch „ping“ dänisch, norwegisch und schwedisch „ting“; oberdeutsch auch Thaiding von ahd „taga-ding“ wurden Volks- und Gerichtsverhandlungen nach dem alten germanischen Recht bezeichnet.
Der Ort oder Platz, an dem eine solche Versammlung abgehalten wurde, hieß Thingplatz oder Thingstätte und lag häufig etwas erhöht oder unter einem Baum (Gerichtslinde), jedoch immer unter freiem Himmel.

Etymologie
Thing geht auf germanisch *þenga- „Übereinkommen, Versammlung“ zurück und steht in grammatischem Wechsel zu gotisch *þeihs „Zeit“. Dieser etymologische Zusammenhang verweist darauf, dass das Thing meist zu festgelegten Zeiten abgehalten wurde ……
…… Daneben machte der Begriff einen Bedeutungs- und Lautwandel durch. Þing wurde zu neuhochdeutsch Ding und neuenglisch thing. Die Bedeutung „Sache“ leitet sich von der auf der Gerichtsversammlung behandelten „Rechtssache“ ab und wurde später verallgemeinert. ……